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Sind es Drogen oder... ist es nur ein Tampon?

Jede von uns hat es schon einmal erlebt: Unsere Periode beginnt, wir suchen in unserer Kosmetiktasche nach einem Tampon und bevor wir zur Toilette gehen, merken wir – whoops, ich hab doch kein Tampon dabei. Was als Nächstes passiert, ist ein relativ seltsames, modernes Ritual, das wir in fast jedem Büro, Klassenzimmer oder in der Öffentlichkeit erleben können und sicherlich selbst bereits erlebt haben: der Tampon-Deal.

Wir haben es perfektioniert, nach einem Tampon zu fragen. Sobald wir zu einer Kollegin oder einer Freundin gehen (der wir natürlich vertrauen können), ist die Übergabe des Tampons viel diskreter als das Überreichen eines Kaugummis oder eines Kullis. Anstatt das Ding quer durch den Raum zu werfen, rücken wir näher und näher zusammen, tauschen verstohlene Blicke aus, bevor wir den Tampon heimlich in die Handfläche übergeben. Und was machen wir als Nächstes? Wir schleichen langsam zur Toilette, schauen die ganze Zeit um uns herum um sicherstellen, dass niemand – wirklich niemand! – sehen kann, was wir in der Hand halten oder erkennen kann, wofür wir es im Bad brauchen.

Daher stellt sich uns die Frage: Warum behandeln wir Tampons wie illegale Drogen?



Es ist kein Geheimnis, dass viele Menschen mit einer Gebärmutter und im fortpflanzungsfähigen Alter einmal im Monat ihre Periode bekommen. Es ist das absolut natürlichste der Welt. But guess what: Menstruation ist auch heute noch ein Tabuthema. Laut einer Umfrage des sogenannten Tampax-Report geht hervor, dass viele der Meinung sind, dass Menstruation nicht in „gemischter Gesellschaft" oder sogar zu Hause mit der Familie besprochen werden sollte.

Mal abgesehen davon, dass viele denken, die Periode sei ein „privates“ Thema, das nicht geteilt werden soll, kann die Periode sogar ein Grund dafür sein, sich zu schämen. Um den Satz „Eine menstruierende Frau ist..." zu vervollständigen, nannten 50% der teilnehmenden College-Studierenden einer Studie Wörter wie „schwach, frustriert, verzweifelt, unfähig"... say what?!?!

Wie kann jede von uns seinen Teil dazu beitragen, Periodentabus und seltsame Tampon-Deals zu beenden? Wir finden, dass wir alle einen kleinen, aber wichtigen Beitrag dazu leisten können. Zum Beispiel können wir „period shaming“ ein Ende bereiten, wenn jede von uns Tampons wie ein anderes Alltagsgut (denkt an ein Taschentuch) und nicht wie einen „beschämenden Gegenstand“ behandelt. Jakob Leitenmeier, Gründerin und CEO von TAMTAM Label, einer Marke, die Tampons als Designelement in Fashion und Accessoires verwendet, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Wir sollten die Periode feiern! Je mehr wir darüber sprechen und die Menstruation sichtbar machen, desto weniger Köpfe drehen sich um, wenn sie das Wort 'Tampon' oder 'Menstruation' hören!".

Wenn also das nächste Mal ein „illegaler" Tampon-Deal am Arbeitsplatz, auf einer Party oder im Restaurant durchgeführt wird, warum machen wir es nicht einfach mal anders? Lasst uns ganz normal danach fragen und selbstbewusst den Tampon durch den Raum reichen. Denn Tampons sind keine Drogen! 

Schau in unserem Shop vorbei, wir haben ein paar Periodenprodukte für dich getestet und zusammengestellt, die mit Perioden-Tabus brechen!

Quellen: Ingrid Johnston-Robledo, Joan C. Chrisler, The Menstrual Mark: Menstruation as Social Stigma, 2020

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