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Meet the Founders: Divine

Divine wurde in Baden-Württemberg als Passionsprojekt von Tobias und Andreas gegründet. Tobias hatte von den Schwierigkeiten seiner Frau gehört, die perfekte Menstruationstasse zu finden. Da kam ihm die Idee, für seine Frau eine eigene Tasse zu entwerfen.

Entdecke ihre ganze Geschichte und erhalte hier alle Antworten auf die häufigsten Fragen aus unserer Community.

Andreas und Tobias: Wie habt ihr zwei euch kennen gelernt?

Tobias: Andreas kenn ich eigentlich schon seit ich zwei Jahre alt war. Wir kommen beide aus einer Winzergemeinde mit knapp 1.000 Einwohner. An Weihnachten bzw. Nikolaus besuchte er unsere Familie als Knecht Ruprecht oder Nikolaus, das war immer Highlight des Jahres. Und dann hat Andreas ja seine Werbeagentur mit 40 Mitarbeiter*innen in Freiburg gehabt, während ich mich selbstständig gemacht habe. In dieser Zeit hat man sich nie aus den Augen verloren. Andreas hat immer zu mir gesagt „Du musst immer die Augen und Ohren offenhalten. Wenn du eine gute Idee hast, komm einfach auf mich zu. Ich bin immer bereit neue Wege zu gehen.“ 

Irgendwann bin ich auf das Produkt Menstruationstasse aufmerksam geworden, weil meine Frau das benutzt und immer selber am Cup-Stiel dran rumgeschnippelt hat. Ich bin ja gelernter Werkzeugmacher und Formbauer, und das Thema hat mich einfach nicht losgelassen. Ich habe die Tasse in zwei Jahren immer mal wieder aus der Schublade genommen, angeguckt und hatte den Drang, ‚Das können wir besser machen!‘. Das war meine treibende Kraft. Damals hat Andreas seine Agentur verkauft, also habe ich ihn angesprochen und meinte „Hey, schau mal, ich brauche jemanden mit Werbeerfahrung und Ideen für die Menstruationstasse.“.

Letzten Endes war es die Motivation, ein nachhaltigeres Produkt zu produzieren und einfach der Umwelt etwas zurückzugeben, weil wir haben beide recht schnell erkannt haben, was eine Menstruationstasse eigentlich an Mülleinsparung und Zero Waste bedeutet. Andreas hat es dann mit seiner Tochter Lisa besprochen. Und dann ging alles eigentlich relativ schnell. Er hat gesagt „Tobias, am Montag sag ich dir definitiv ‚Ich bin dabei oder ich bin nicht dabei‘.“ Und was er dann an dem Wochenende veranstaltet hat, ist wieder ein Fall für sich. Der hat praktisch eine komplette Marktstudie in Auftrag gegeben bei einem befreundeten Doktor, der die Potenziale und Mülleinsparungen und so weiter analysiert hat. Und am Montag hat er mich dann gleich angerufen und gesagt „Ich bin dabei!“.
 

Divine Gründer
Tobias Schueber (links) und Andreas Kiesewetter (rechts)
 
 
 
 

Ich habe die Tasse in zwei Jahren immer mal wieder aus der Schublade genommen, angeguckt und hatte den Drang, ‚Das können wir besser machen!‘.

 

War es für euch zwei unangenehm mit Ehefrau bzw. Tochter über das Thema Menstruation zu sprechen?

Tobias: Am Anfang, ja. Das sage ich auch ganz offen. Weil es einfach nach wie vor ein Tabuthema in Deutschland ist. Für die meisten Männer ein rotes Tuch. Aber auch tatsächlich für viele Frauen, mit denen man versucht hat über das Thema zu sprechen. Man wird teilweise abgebügelt und viele wollen davon nichts wissen. 

Andreas: Bei meiner Tochter Lisa war es besonders. Sobald sie sich einmal mit dem Thema beschäftigt hat, ging es vor allem um Nachhaltigkeit. Und das war auch für mich das Wichtigste. Wenn man immer 30 Jahre lang Erfolg hatte, wollte ich etwas machen, wo ich was zurückgeben kann. Aber natürlich muss ich auch etwas machen, das skalierbar ist. Und das war es: Der Nachhaltigkeitsfaktor und gleichzeitig ein erfolgreiches Geschäft führen.

Ich hab dann mit Frauenärzt*innen gesprochen und mir immer alles genau erklären lassen. Und das war vielleicht der Punkt, wo ich gelernt habe, was Frauen wirklich wissen wollen bei dem Thema Menstruation. Tobias ist der absolute Fachmann in Bezug auf Produkt und Form. Ich hatte nur eine Bedingung an ihn: Ich wollte die beste Qualität, dass alles in unserer Region /Heimat produziert wird mit Partnern, die wir kennen und vertrauen. Das hat uns vielleicht das erste dreiviertel Jahr langsamer gemacht, aber dafür hatten wir dann das bessere Produkt. 

Dass zwei Männer eine Menstruationstasse ins Leben rufen, ist relativ ungewöhnlich. Hattet ihr Bedenken, ohne einen weiblichen Co-Founder Divine zu gründen?

Tobias: Nö, eigentlich nicht. Wir sind ja beide gestandene Unternehmer, Andreas ca. 30 Jahre und ich 10 Jahre selbstständig. Aber wir haben natürlich auch mit Lisa eine ganz tolle Frau im Hintergrund, die uns da schon ganz sanft in die eine oder andere Richtung gelenkt hat. Aber Bedenken? Nee, wir sind beide pragmatisch und lösungsorientiert. Wenn wir was machen, dann machen wir es richtig oder lassen es bleiben. Wir ziehen es durch und gehen unseren Weg. Da war uns schon klar, dass es eigentlich zum Erfolg führen muss, denn wenn Leidenschaft dabei ist, führt das zwangsläufig immer zum Erfolg.

Andreas: Wir haben von Anfang an mit Frauen zusammengearbeitet, von Grafikdesign zu Community Blog. Denn gerade, wenn es um die Sprache geht, war es uns wichtig eine feminine Kommunikation zu haben. Von der ersten Linie bis zur heutigen Linie sieht man, dass das Produkt ein 100%iges Frauenprodukt ist, weil unsere Vorstellungen mit den Ideen von Frauen zu Farbe, Kommunikation, Website-Inhalten und Botschaften zusammengekommen sind. 
 

Divine Menstruationstasse

 

Wir haben von Anfang an mit Frauen zusammengearbeitet, von Grafikdesign zu Community Blog.

 

Was war die größte Herausforderung Divine zu gründen?

Andreas: Tobias und ich hatten ein sehr hohes Anspruchsdenken an das Produkt. Wir wollten kein chinesisches Produkt, auch die Verpackung sollte Made in Germany sein. Es war gar nicht so einfach, die passenden Partner dafür zu finden, die klimaneutral arbeiten, das richtige Silikon Pattern herstellen… das war sehr anstrengend. Aber es hat sich bis heute gelohnt.

Die zweite Herausforderung war, dass wir eigentlich von Anfang an größer gedacht haben. Wir wollen alles ganz genau machen. Das bremst uns immer wieder ein bisschen aus. Wir hätten anders das Produkt schneller gelöst, aber wir haben uns dagegen entschieden. 

Die dritte Herausforderung war, dann schnell Mitarbeiter einzustellen. Wir haben bis dato alles selber gemacht, aber es kamen immer größere Bestellungen. Dann kam der Punkt, wo man nur noch nachts und gestresst Community Fragen beantwortet hat. Aus unserem Netzwerk haben wir dann Gloria, Jenny, Glorias Schwester, und meine Tochter für`s Team gewonnen. Gloria und Jenny sind auch beide Mütter. Und meine Tochter ist stark mit vielen Frauen-Communitys vernetzt und sagt ‚ wir brauchen Cups auch für sportliche Frauen oder die Farben müssen feminier werden‘, ‚Das geht so nicht‘- viel zu werblich.. etc. Und das sind die Dinge, die wir praktisch in dieser Konstellation auch lernen mussten. Und heute bin ich ganz froh drum.

Und ja, das Thema Wachstum ist auch eine Herausforderung gewesen. Man wird größer und da muss man aufpassen, dass man die Grundwerte wie Nachhaltigkeit und einen hohen Qualitätsanspruch und die Kultur des Unternehmens beibehält. Man muss nicht überall dabei sein und nicht jeden Markt bedienen. Wir haben Anfragen aus Korea bekommen, die Containerweise Cups kaufen wollten. Und wir haben es nicht gemacht.

Wie groß ist das Team und was macht euch als Dream-Team so einzigartig?

Andreas: Tobias und ich sind sozusagen geschäftsführende Gesellschafter, Tobias mit dem Schwerpunkt Produkterstellung, der unsere „Coca-Cola Formel“ und alles Bautechnische betreut. Mein Thema ist Strategie und Unternehmensentwicklung. Lisa macht bei uns Design und Content. Gloria ist unsere 360-Grad Kraft. Plus Jenny, die Bereiche wie Verpackung und Kundenservice übernimmt.

Was ist eure Vision und Mission – heute und in der Zukunft?

Andreas: Bis Ende 2021 werden wir neue Vertriebspartner schaffen, auch in Belgien und Holland, wo wir ganz tolle, engagierte Leute haben. Dann haben wir die Partnerschaft mit Einhorn, ein wirklich unglaubliches Freundschaftsverhältnis. Gemeinsam werden wir, hoffe ich, im Sommer eine neue Studie auf den Markt bringen, die den Markt aus unserer Sicht revolutionieren wird. Aber wir brauchen und wollen kein Wachstum auf Teufel komm raus. Wir wollen schrittweise wachsen, damit wir die Qualität hochhalten können. Unser Ziel ist es, unsere Partner in ihrer Arbeit und ihren Erfolgsweg zu unterstützen. Das bringt auf Dauer Erfolg.

Welchen Mehrwert bietet der Divine Cup im Vergleich zu anderen Menstruationstassen? Was macht den Divine Cup so einzigartig?

Tobias: Das kann man gar nicht an einen bestimmten Punkt festmachen. Wir haben mit der Größe variiert, weil ich weiß, dass jede Frau einzigartig ist. Es gibt eigentlich nicht die perfekte Tasse für jede Frau. Man muss immer ausprobieren, welche Tasse am besten für einen passt. Und ich glaube, dass wir das gemacht machen. Wir haben den Markt ja begleitet, meine Frau hat mehrere probiert und dann haben wir ein Zwischending zwischen allen Tassen kreiert und einen Treffer gelandet. 

Und es ist auch das, was wir den Kundinnen auch immer wieder ans Herz legen und auch ganz offen kommunizieren ‚Leute, jede Frau ist einzigartig!‘. 

 

Divine Menstruationstassen Größen und Farben

 

Was wir den Kundinnen auch immer wieder ans Herz legen und auch ganz offen kommunizieren ‚Leute, jede Frau ist einzigartig!‘.


Andreas: Eigentlich müsste jede Frau ihren individuellen Cup haben. Aber das kommt dann mit einem Luxuspreis. Trotzdem hochspannend!

Einige unserer Kundinnen fragen sich, ob eine Menstruationstasse das richtige Periodenprodukt für sie ist. Da viele von ihnen noch nie eine Menstruationstasse ausprobiert haben, sind sie sich unsicher, welche Größe sie nehmen sollen, ob es sicher ist eine Tasse mehrere Stunden zu tragen und vor allem, ohne Auslaufen wieder herauszunehmen. Was würdet ihr unseren Kundinnen konkret mitgeben?

Tobias: Wir gehen einfach nach unserer Tabelle. Aber man kann auch tiefer einsteigen. Dann fragen wir ganz klar ‚Bist du ein bisschen fester gebaut?‘, ‚Hattest du schon eine Geburt?‘. Die ein oder andere empfindet das mit Sicherheit als unangenehm. Aber im Großen und Ganzen werden die Fragen ganz gut angenommen und offen beantwortet. Dann sprechen wir unsere Empfehlung aus. Ich habe auch sehr, sehr viel von Andreas hier gelernt. Andreas hat halt einfach den absoluten Servicegedanken, und Service steht bei uns an oberster Stelle! 

Unser Cup ist auf jeden Fall ein bisschen softer. Das hängt mit der Materialstärke zusammen. Aber was können wir mitgeben? Übung macht den Meister, und sich einfach nicht nach dem ersten Mal entmutigen lassen.

Wie kam es zu dem Namen „Divine“? Was ist euer Markenversprechen?

Andreas: Wir wollten einen Namen, den weltweit verständlich ist und keine großen Probleme mit soziokulturellen Unterschieden haben wird. Zusammen mit einer schwedischen Designerin und Gloria kam es zu dem Namen Divine aus dem Lateinischen für ‚das Göttliche‘. Denn der Frauenkörper ist göttlich! Und der Männerkörper eigentlich nur das begleitende Produkt. Wir wollen das Leben von Frauen schöner machen und zu mehr Wohlbefinden verhelfen. 


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